WIR ERWEITERN DIE SAMMLUNGEN VON STÄDEL UND LIEBIEGHAUS

In Zeiten knapper öffentlicher Kassen wird bürgerliches Engagement bei der Finanzierung von Neuerwerbungen immer bedeutender. Unsere Hauptaufgabe ist es, Mittel für Ankäufe zusammenzutragen, um den Ausbau der Sammlungen voranzubringen. Ob private oder institutionelle Spenden, ob kleine Zuwendung oder großzügige Spende, jeder Beitrag zählt, um gemeinsam wichtige Arbeiten für die Museen zu sichern.

Der Städelverein ist inzwischen Eigentümer von mehr als 650 bedeutenden Kunstwerken. Die von uns erworbenen Arbeiten stehen Städel und Liebieghaus als Leihgaben zur Verfügung.

Eine breite Öffentlichkeit, Frankfurter und Museumsbesucher aus aller Welt profitieren so von unserer Arbeit.

Meisterwerke von der Antike bis zur Gegenwart

Zahlreiche Gemälde und Skulpturen aus dem Eigentum des Vereins werden in den Sammlungen von Städel und Liebieghaus präsentiert:

Darunter kapitale Werke wie Max Liebermanns lichtdurchfluteter Hof des Amsterdamer Waisenhauses – dieser erste Ankauf war gleich ein Markstein der Moderne im Städel – , Lucas Cranachs “Sippenaltar”, Rembrandts monumentaler “Triumph der Dalila”, die Kupfertafeln von Adam Elsheimers Frankfurter Kreuzaltar, bedeutende Arbeiten von Chardin und Watteau, Franz Marcs “Weißer Hund”, Picassos kubistisches Porträt seiner Geliebten Fernande Olivier, Max Beckmanns “Eisgang”, Otto Dix Familienbild, Vasarelys “Fugue” und die schwarzen Tafeln von Peter Roehr.

Der Marsyas-Sarkophag als zentrale Arbeit für die Antikensammlung, eine Skulptur von Alexander dem Großen als Pharao, wichtige mittelalterliche Madonnen und Heiligenfiguren, eine Bronzestatuette von Maillol bis hin zu Alexander Calders Mobile und einem bronzenen Frauenkopf von Picasso bereichern den Skulpturenbestand.

Außerdem besitzen wir wichtige Grafiken von namhaften Künstlern wie Rembrandt, Tiepolo, Daumier, Pissarro, Matisse und Beckmann, die in der Graphischen Sammlung anzusehen sind.

Städelkomitee 21. Jahrhundert

Die lange Geschichte unserer Ankäufe zeigt, dass wir seit unserer Gründung offen für die Gegenwart sind. Neben Kunstwerken für den Altmeisterbereich haben wir stets auch wichtige Positionen zeitgenössischer Kunst erworben.

Um diese Aufgabe zu fokussieren haben Sylvia von Metzler und Max Hollein 2007 das Städelkomitee 21. Jahrhundert gegründet. Seine Mitglieder fördern mit viel Leidenschaft gezielt den Ankauf zeitgenössischer Kunst und leisten einen maßgeblichen Beitrag zum Ausbau dieses Sammlungsbereichs.

August Sander Martha und Otto Dix, 1925 Silbergelantine, 18 x 18,7 cm Städel Museum, Frankfurt am Main © Photograph. Samml./Sk Stiftung Kultur - A.Sander Archiv, Köln / VG Bild-Kunst, Bonn 2011 Erworben 2011 von Uta und Wilfried Wiegand Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.

Fotografie kann als neuer Sammlungsbereich im Städel etabliert werden

Der Städelsche Museums-Verein hat mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und der Hessischen Kulturstiftung die Sammlung Wiegand erworben.

Das seit den 1970er-Jahren zusammengetragene Konvolut mit etwa 200 Fotografien repräsentiert auf herausragende Weise die Entwicklung des Mediums Fotografie und spannt einen historischen Bogen von der Frühzeit über den Piktorialismus der Jahrhundertwende bis hin zur klassischen Moderne.

Gänzlich neu ist damit die Integration von Fotografien in die „Kunst der Moderne“. Die gemeinsame Präsentation von Malerei, Skulptur und Fotografie ermöglicht nun die Darstellung der Wechselwirkungen zwischen den Medien, die gerade im Bereich der Moderne zu großartigen künstlerischen Resultaten geführt haben.